Fernsehen

Fernsehen

Brot und Spiele dienten schon im Alten Rom unter Kaiser Caligula als Propagandamittel und zur Festigung der Einheit des Reiches. In heutigen Zeiten ist das Fernsehen ein sehr viel effektiveres Mittel zur politischen Beeinflussung. Lange Wege zur Arena entfallen. Auf bequemen Sesseln und Sofas steigt die Einwirkungshäufigkeit und Einwirkungsdauer von manipulativen Massnahmen.

Damit sich ein totalitäres System verfestigen kann, wird eine ausgeprägte Unterschicht gebraucht. Für geplante Kriege werden billige, unkritische, perspektivenlose Soldaten gebraucht, die den Berufssoldaten als Kanonenfutter unterstellt werden können. Hierzu kann Fernsehen einen großen Beitrag leisten. Die Menschen sind nämlich unreif, mit einem überdimensionierten Programmangebot umzugehen. Langeweile wird mit übersteigerten bunten Bildern vertrieben. Zurück bleibt graue Phantasie, die Sucht nach übersteigerter Darstellung und noch mehr Langeweile wegen unzureichender Problemlösung. Es entsteht Entfremdung. Jugendliche und Unternehmer finden in immer höherem Masse nicht mehr zusammen. Die Produktivität der Bevölkerung sinkt. Einfallsreichtum und Initiative werden gebremst. Die vom Establishment kontrollierten Medien verschweigen diese Sucht. Staatlich geförderte Suchtbekämpfung - viel zu schwach. Die Bevölkerung wird immer unbeweglicher. Reichte Watergate schon um einen Herrn R. Nixon abzusetzen, kann ein Herr G. W. Bush schon weit größere Gräueltaten aussitzen.

Rundum Versorgung der Kinder mit TV-Programm bei steigenden Anforderungen an die Eltern bedeutet, dass die Fähigkeit der Kinder, Fremdsprache zu lernen abnimmt. Öffentliche Schulen werden z.B. wegen fehlender Mittel mehr und mehr zum Moloch. Wirtschaftlich bedeutende Verträge und Darstellungen in der Politik (Brüssel, Strassburg) werden heute aber hauptsächlich in Englisch abgefasst. Übersetzungen irgendwann, in irgendeiner Qualität und ohne Verbindlichkeit.

Auffällig sind noch weitere Massnahmen, welche die Binnenwirtschaften schwächen und zur Ausprägung einer Unterschicht beitragen: Ausverkäufe, Privatmonopole, Unternehmensfusionen, Globalisierung, Vernachlässigung kleiner und mittlerer Unternehmen, Protektionismus des Establishments, Astroturfing, Lobbyismus für Softwarepatente ...

Stolz vergangener Jahre war eine Gesellschaft, die sich in Zwiebelform darstellte. Mit Solidarität, Initiative und "unsichtbarer" Unterstützung wurde vermieden, dass eine breite Unterschicht entstand. Nachdem wir nicht mehr gebraucht werden, um das Trugbild eines goldenen Westens in die Nachbarstaaten des Ostens zu tragen, entzieht uns das Establishment wieder den Saft und plant den einstmaligen Musterstaat als Kanonenfutter ein. Ausgegrenzte, arbeitslose, junge Menschen entwickeln Schuldbewusstsein. Wird Ihnen dann die Möglichkeit geboten, für wenig Geld “dem Vaterland zu dienen”, blühen sie auf und greifen nach dem gereichten Strohhalm.

Wenn wir zulassen, dass der schon zu geringe Bevölkerungsanteil an Kindern und Jugendlichen derartig desinFORMiert wird, so verschärft sich das Problem mit der überalterten Gesellschaft enorm. Ein schlimmes Szenario wäre, wenn Privatmonopolisten ihre Macht dahingehend verwenden, dass sie von  korrupten Politikern extreme Zugeständnisse erkaufen und dann mit Hilfe einer im betreffenden Land rekrutierten Kontra-Bewegung ihre Ansprüche zur Anwendung bringen. (Kenner der Szene wissen, dass es sich hier um das Schema wie in Nicaragua handelt.)

Was hier für Fernsehen beschrieben wurde, gilt genau so auch für Computerspiele. Ein Spielsüchtiger, der z.B. vom Film "Top Gun" zu Kriegsspielen auf Konsolen gelangt ist, hat sich bereits in einer virtuellen Wert motiviert und geschult. Die Realität spricht aber eine andere Sprache. Bei einem Vorgehen gegen Fernseh- und Spielsucht ist Solidarität gefordert, da sich z.B. im schulischen Umfeld zeigt, dass in der Regel der Schlimmste die Meute anführt.

In Spielfilmen verschmilzt Fiktion und Realität. Das Publikum weiss nicht sicher, ob vorgestellte Methoden tatsächlich angewendet werden, um ein totalitäres System durchzusetzen. Erzeugt wird Angst und Ohnmacht. Worauf soll man sich berufen?

Bei der reiferen Generation stellt sich Entfremdung im Umfang der Literatur zum Thema Führung dar. Dabei gäbe es alternative Lösungsansätze.

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Im einfachen Hotel: Fernseher O K - Bett mangelhaft

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Während wir vor dem Fernseher sitzen, werden wir bis auf die Knochen ausgezogen. Wir verlieren z.B. die Kontrolle über Wasserwerke, Lebensmittelbranche und Medien (Schlüsselbereich für Kindererziehung). Das ganze erinnert an einen einfältigen Bauern, der von einem skrupellosen Vertreter abgezogen wird.

Wird für den Fernseher schon auf Grundnutzen verzichtet? Ist das Resultat einer herrschende Meinung? Diese Bettkonstruktion ist in einfachen Hotels kein Einzelfall!

Freunde der Hydrokultur schätzen an einer solchen Bettkonstruktion, daß die Matratze von unten her nicht austrocknen kann. Sie bleibt immer so feucht wie ein frisches Brot. So bleibt der Vorgänger gegenwärtig und durch den entstehenden Schimmel ist man auch nie allein.